Hochspannungsleitung
Höchstspannungsleitung | Hochspannungsleitung
Als Höchstspannung werden Spannungen über 380 kV bezeichnet. Verwendung findet Höchstspannung in Form Wechselspannung in der überregionalen Leitungsebene von ausgedehnten Stromnetzen, der sogenannten Transportnetzebene und dient in Verbundnetzen zum Austausch und Handel von elektrischer Energie.
Möglichst hohe Spannungen werden gewählt, um die elektrischen Verluste bei langen Transportwegen zu minimieren.
Neben Freileitungen gibt es auch die Möglichkeit, Hochspannungsleitungen über vergleichsweise kurze Distanzen bis zu einigen 10 km als Erdkabel und gasisolierte Leitung unterirdisch zu verlegen.
Erdkabel
Ein Erdkabel ist ein im Erdboden verlegtes Stromkabel mit einer besonders robusten Isolierung nach Außen (Kabelmantel), die eine Zerstörung derselben durch chemische Einflüsse im Erdreich bzw. im Boden lebender Kleintiere (Nagetiere) verhindert. Zum mechanischen Schutz werden Erdkabel im Erdboden zusätzlich in einer Sandschicht verlegt, damit scharfkantige Steine bei Belastung des Bodens (z. B. durch Vibration von nahen Schienen- oder Straßenverkehr) keine Beschädigung des Kabels verursachen können.
Vorteile Erdkabel
- die Energieverluste sind geringer, da weniger Wärme abgeführt werden kann und deswegen ein größerer Leitungsquerschnitt verwendet wird
- geringerer Platzbedarf
- das Landschaftsbild wird kaum gestört
- Gefahren z.?B. für tief fliegende Flugzeuge oder Helikopter werden vermieden
- die Anfälligkeit auf Schäden durch Blitzeinschläge, Hagel und Sturm wird weitestgehend vermieden
- die Belastung durch Elektrosmog wird stark reduziert, und die Ionisierung der Luft, die zur Bildung von Ozon führt, wird vermieden

